Ernährung

Papageien benötigen neben dem Hauptfutter (ohne Erdnüsse!!) auch Gemüse und Obst. Wichtig ist eine abwechslungsreiche Ernährung!

Verschiedene Papageienarten benötigen unterschiedliche Arten von Körnerfutter oder auch Pellets. Es gibt Amazonen-Körnermischungen, die fettarm sind, da Amazonen zur Verfettung neigen - Arafutter hingegen enthält Walnüsse, da Aras Nüsse brauchen.

Kaufen Sie nicht irgendein Futter, sondern spezielle Mischungen, auf Ihre Papageien abgestimmt (z.b. bei  https://www.ricos-futterkiste.de






Futtermenge für einen Monat -

10 Säcke á 20-25 kg





Pellets/ Extrudate oder Körner

Zur Fütterung von Pellets und Extrudaten gibt es geteilte Meinungen. Es gibt viele Vor- und Nachteile. In Pellets/Extrudaten sind alle Nährstoffe enthalten, die ein Papagei benötigt, das Futter ist gut verdaulich und dadurch, dass es unter hohen Temperaturen hergestellt wird, keim- und pilzfrei. Auf der anderen Seite ist es nicht natürlich, da industriell hergestellt und für den Vogel langweilig, da er es nicht entspelzen kann. Möglicherweise kommt es auch zu einer Magenerweiterung.

Ich mische Körnerfutter ohne Erdnüsse mit Pellets, so ist von allem etwas dabei.

                                                                                                               

verschiedene Mischungen Obst/Gemüse/Nudeln für meine Vögel








Frisch- und Kochfutter

Einige Tipps zu Frischfutter in den Rubriken  Gemüse und  Obst und Beeren  


  • Avocados sind für Papageien giftig!
  • Alles, was gekocht gereicht wird (z. B. Kartoffeln, Nudeln, Bohnen, Reis), nicht salzen oder würzen (Leber- und Nierenschaden !) !!
  • Obst/Gemüse und auch gekochtes Futter muss nach 6-8 Stunden aus dem Käfig entfernt werden, da sich sonst Bakterien bilden!
  • In kleinen Mengen kann Quark, Hüttenkäse, Joghurt mit lebenden Kulturen, hartgekochtes Eigelb gegeben werden.





Vogelbeeren eingefroren für den Winter




Aus der Natur

  • Im Frühjahr kann man auch viele frische Gräser sammeln (nicht vom Straßenrand!).
  • Überall zu finden ist Löwenzahn und Vogelmiere – sehr beliebt und super gesund!



frischer Zuckermais und selbst gesammelte Hagebutten werden eingefroren







Leckerli

  • Als Leckerli können z. B. Pinienkerne, ungesalzene Erdnüsse oder Rosinen (ungeschwefelt) in Maßen gegeben werden. Auch Bananenchips sind beliebt.


Nahrungsergänzungsmittel

Bei Körnerfütterung wird geraten, das normale Futter mit Vitaminen und weiteren Nahrungsergänzungsmitteln für Vögel anzureichern.

Es ist schon öfter vorgekommen, dass sich bei einer normalen Blutuntersuchung z. B. ein Mangel an Calcium gezeigt hat, womit man gar nicht gerechnet hat. Es stehen zwar Knabbersteine oder Sepiaschalen zur Verfügung, aber wie viel der Vogel davon aufnimmt weiß man natürlich nicht.

Graupapageien benötigen außerdem viel Vitamin A. Durch einen Vitaminmangel ist das Immunsystem geschwächt und der Vogel ist anfälliger für Krankheiten. Daher wird empfohlen, mehrmals die Woche das Futter anzureichern – bei einem festgestellten Mangel auch täglich. Bei Pellets-/Extrudatfütterung benötigt man keine Ergänzungsmittel.


Zu empfehlen ist z. B.

  • Korvimin (Vitamine, Aminosäuren, Mengen- und Spurenelemente, auch Calcium)
  • Prime (Vitamine und Mineralstoffe, Aminosäuren und Probiotika für die Verdauung)
  • Alamin (Aminosäuren und B-Vitamine)
  • Nekton (verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen)
  • Nicht alles zusammen geben, da eine Überversorgung auch schädlich ist!
  • Zur Stärkung des Immunsystems Immun-o-flash und Gladiator.






Niemals!

  • Alkohol, Koffein, Schokolade, Avocados, Chips etc., Erdnüsse in Schalen und alles was Zucker und Fett enthält und für Menschen gedacht ist.
  • Erdnüsse in Schale schaden den Papageien, da sie beim knacken der Schale Pilzsporen einatmen, die zur Krankheit Aspergillose führen und zum Tod des Vogels führen kann.
  • Salz ist in kleinen Mengen notwendig, aber bereits in ausreichender Menge im Futter vorhanden-  zu viel Salz wie z. B. in Chips oder dem beliebten Käse (!) verursacht schwere Organschäden an Nieren und Leber.

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Papageien freuen sich über selbst gebackene Kekse, man findet viele Rezepte dafür im Internet. Hier als Beispiel:

  • 2 Eier
  • 1/2 Becher fettarmer Naturjoghurt (0,1% Fett)
  • 1/2 Banane
  • 1/2 Karotte
  • Vollkornmehl (sodass der Teig zähflüssig wird)
  • Körner nach Belieben

Jetzt alles gut durchrühren. Der Teig sollte nun zähflüssig sein, sodass man ihn in Pralinenförmchen füllen kann (das Rezept reicht für ca. 30 Muffins). Als Deko kann man noch ein paar Körner auf den Muffins verstreuen. Das Backblech nun ihn den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 15-20 min. auf 150°C backen.



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