Sie möchten sich Papageien anschaffen ?

Kurze Checkliste für Papageien-Neulinge – bin ich bereit für Papageienhaltung?


  • Keine Einzelhaltung ! Suchen Sie gleich nach 2 Papageien. Am besten ein Pärchen, welches schon aneinander gewöhnt ist, dann sparen Sie sich Überraschungen bei der Vergesellschaftung.
  • ist genug Platz für eine Voliere / ein Vogelzimmer / eine Aussenvoliere mit Schutzhaus? (siehe unten)
  • ist genug Zeit für die Papageien da? Tägliches Füttern, auch mit Obst und Gemüse, sowie grobes Saubermachen und Freiflug muss gewährleistet sein!
  • Thema Geld: die Anschaffung der Voliere und ständig neuen Spielzeugen / die Vögel selbst /  hohe Tierarztkosten! Reparaturen von angeknabberten Möbeln etc.
  • der nächste vogelkundige Tierarzt ist bekannt und wird auch konsultiert – auch wenn er/sie weiter entfernt ist
  • Infos über abwechslungsreiche Ernährung, Licht und Beschäftigung sind vorhanden
  • wer versorgt die Papageien zuverlässig bei Krankheit und Urlaub  ?
  • es muss klar sein, dass Papageien sehr! laut sein können, beissen können, eventuell nicht zahm werden, nicht sprechen, die Einrichtung zerstören können. Das alles sollte kein Grund für eine Abgabe sein.
  • Papageien leben lange (30-50 Jahre)! Dessen sollte man sich bewusst sein. Ist vorgesorgt wenn man dauerhaft krank wird oder verstirbt?
  • Was sagen die Nachbarn zu eventuell schreienden Papageien? Auch der Vermieter muss gefragt werden.
  • sind noch andere Haustiere vorhanden? Es muss eine strikte Trennung zwischen Papageien und Hunden/Katzen erfolgen. Wenn die Vögel Freiflug haben, müssen alle anderen Tiere in einem anderen Raum untergebracht werden. (Foto : unbekannt)

                                Dies ist NICHT niedlich, sondern absolut verantwortungslos !!!!

  • die Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien laut Gutachten (siehe unten) müssen mindestens  eingehalten werden – dies betrifft z. B. die Käfiggröße. Ein Käfig muss bei 2 Papageien (Graupapageien, Amazonen) mindestens 2 Meter lang, 1 Meter breit und 2 Meter hoch sein und es muss mehrere Stunden Freiflug gewährleistet sein. Besser ist ein großer, abgeteilter Bereich im Zimmer oder ein ganzes Vogelzimmer. Außenvolieren müssen noch um einiges größer sein und einen Schutzraum haben, der beheizt werden kann. Hier kommen Sie zum Gutachten:   https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Tiere/Tierschutz/Gutachten-Leitlinien/HaltungPapageien.pdf?__blob=publicationFile&v=2      
  • Achtung ! In manchen Bundesländern gelten auch 3 oder Meter Mindestlänge und 2 Meter Breite. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Veterinäramt nach den bei Ihnen geltenden Größen.
  • Überlegen Sie, ob Sie kranken oder behinderten Vögeln ein schönes Zuhause geben können ! Viele Interessenten wollen neu junge, zahme, hübsche und gesunde Tiere und die anderen warten oft jahrelang auf neue Besitzer. Was ist wenn man das mit Menschen genau so machen und sie ablehnen würde ? Jeder wird mal krank ! Ein gerupfter Vogel ist auch nichts wofür man sich schämen muss als Besitzer, sofern man die beste Pflege und den bestmöglichen Lebensraum bietet. Es ist dann eben so ! Gerupfte und nicht perfekt aussehende Vögel sind NICHT hässlich - wer will von sich selbst schon behaupten, perfekt zu sein ?


Sie haben schon einen Papagei, kennen sich mit Papageienhaltung aus und suchen einen zweiten oder ein Pärchen ?


  • Fragen Sie in Tierheimen nach Abgabevögeln
  • suchen Sie in www.tierheimhelden.de
  • inserieren Sie ihr Gesuche bei  https://www.federnhilfe.de
  • fragen Sie ihren vogelkundigen Tierarzt
  • suchen Sie Vogelvereine, die Abgabevögel vermitteln (zB auf facebook)


Adopt - don`t shop !!


Viele Abgabevögel warten in Tierheimen oder von privat in Kleinanzeigen ,  z.B.  https://www.federnhilfe.de/partnervogelvermittlung  -  müssen es unbedingt junge Papageien von einem Züchter sein?




 
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